Skiweekend in Hasliberg 2015

von Ursula Schärer

«Nein, alle Wochenenden ausgebucht bis Ende März», hiess es vom Lagerhaus in Elm, in dem der Familienclub jeweils sein traditionelles Skiwochenende durchführte. So hiess es, sich auf die Suche nach einem neuen «Zuhause» zu machen. Verwandte aus dem Gastgewerbe wurden angefragt, Internetseiten konsultiert, Bettenzahlen und Preise studiert. Schliesslich wurde das OK im Hasliberg fündig: C'est la Vie – in diesem Haus mit dem verheissungsvoll klingenden Namen sollte das Skiwochenende 2015 des Familienclubs stattfinden.

Gespannt trafen die Familien dann auch am Samstagmorgen in Hasliberg Reuti ein. Hier musste es sein! Doch wo? «C'est la Vie - nach 8 Meter rechts», stand auf dem grossen Plakat vis à vis der Gondelbahn. Alles klar, dachten die Autofahrer mit den ZH-Nummern und rollten langsam weiter. «Nein, ein Hotelparkplatz ist keine Zufahrt zu einem Lagerhaus», «Nein, die Feuerwehr führt sicher auch nicht zum C'est la Vie», «An der Postautohaltestelle biegen doch eigentlich nur Postautos ab!», «Wieviele Meter sind eigentlich 8 Meter?». Am Ende des Dorfes dann das umständliche Wenden zwischen Mist- und Schneehaufen. Naja, c'est la vie! Schliesslich fanden doch alle Teilnehmenden den Parkplatz vor dem Lagerhaus. Ein emsiges Auspacken und Beziehen der Zimmer begann, denn die verschneiten Pisten riefen. Schon bald stiegen die Familien mit der Gondelbahn durch die Nebeldecke und genossen die Januarsonne.

Das grosse Skigebiet bot viele Möglichkeiten. Abends erwartete uns das OK zurück im Lagerhaus zu einem feinen Apéro. Es wurde nun ausgiebig geplaudert, die Namen ausgetauscht von all denjenigen, die man ein ganzes Jahr lang nicht mehr gesehen hatte und sich nun freute, sie wiederzusehen, während im Spieleraum nebenan das Programm B lief: Neben dem Pingpong und Töggelikasten zog ein wunderschöner, (noch) funktionierender Billardtisch die Kinder magisch an. Fast schon widerwillig verliessen sie den Spielraum nur, um ihre Hände in eine der vielen Schüsseln mit Chips, Salznüsschen oder Flûtes zu tauchen und sich ein Glas Orangensaft einzuschenken.

Nach dem Abendessen schlossen sich auch die Erwachsenen der Spielfreude der Kinder an. Während einige zum Tischtennisschläger griffen, wurden andere vom Dog-, Hornochs-Virus angesteckt, und wie die Spiele alle heissen. Ein fröhlicher Abend nahm seinen Lauf und rundete den Skitag ab.

Auch der Sonntag verlief gesellig und sportlich. Ein abwechslungsreiches Zmorgebuffet stärkte die Familien für den neuen Skitag. Denn bald schon flöckelten die Schneewolken immer weniger; ein herrlicher Tag auf den Pisten konnte beginnen. Einziger Wehrmutstropfen war höchstens die Frage, die den einen oder die andere Fahrerin umtrieb: «Kommt mein Auto auf dem Neuschnee das steile Zufahrtssträsschen vom C'est la Vie hinauf?»

Und damit wären wir zum Schluss des Berichts wieder bei der Frage, welches Strässchen nun tatsächlich die Zufahrt zum Lagerhaus ist. Der geneigte Leser möchte dies sicher wissen. Ich aber meine: Kommt doch nächstes Jahr selber ins Skiwochenende des Familienclubs – dann werdet ihr's herausfinden!

Vielen herzlichen Dank dem OK: Regula & Ueli Grüeninger und Dodo & Roger Weiss! Ihr habt ein tolles Wochenende organisiert!